Heilquellen in und um Bad Wildungen

Schon im Mittelalter war die Besonderheit der Wildunger Quellen bekannt. Bereits im Jahre 1378 ließ ein kluger Brunnenmeister das Wasser des „Sauerborns“, der heutigen Georg-Viktor-Quelle, in einer hölzernen Druck-Rohrleitung vom Standort der Quelle im jetzigen Kurpark bis in den Kump auf dem Marktplatz leiten. Man beobachtete, dass sich das Wasser kaum zum Kochen und Waschen verwenden ließ, dass aber andererseits „kein in der Stadt Niederwildungen Geporener vom Blasenstein befallen“ war.
Abseits aller bescheidenen Anfänge des Kurwesens ließ sich übrigens auch ein exzellentes Bier damit Brauen. Die heilsame Wirkung des Wildunger Wassers wurde schon um 1540 in einer ersten Brunnenschrift gewürdigt. Diese Wirkung wissen vor allen die Gäste zu schätzen, die das wohlschmeckende und urgesunde Heilwasser der Helenenquelle, Georg-Viktor-Quelle, Reinhardsquelle oder der Naturquelle mit dem Ziel eines optimalen Kurerfolges in den Wandelhallen angewandt haben.

Insgesamt 22 Heilquellen treten wegen der besonderen geologischen Bedingungen im Gebiet der Stadt Bad Wildungen und in unmittelbarer Nachbarschaft zu Tage. Vier davon werden abgefüllt und als hochwertige ortgebundene Kurmittel für die Trink- und Badekur verwendet. Außerdem nutzt man die Reinhardshäuser Tempelquelle zur Speisung der nagelneuen Quellen Therme: Schwimmen im mineralisierten Heilwasser ist nach wie vor etwas ganz Besonderes.

Durch den Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen wirken die Heilwässer anregend auf die Funktion der Nieren und Blase, den Stoffwechsel oder aktivieren bei Sport und Stress.

Die Helenenquelle wirkt bei Trinkkuren zur Vorbeugung und Nachbehandlung von Harnsäure-Harnsteinen, zur unterstützenden Behandlung chronischer Harnwegsinfekte, außer E. Coli, bei Magnesiummangel und erhöhtem Magnesiumbedarf (z. B. bei Leistungssport, im Wachstumsalter, bei Schwangerschaft und Stillzeit, zur Besserung der Calciumversorgung sowie zur Anregung und Förderung der Funktion von Magen und Darm).

Für die Georg-Viktor-Quelle bezieht sich die Anwendung ebenfalls auf Erkrankungen der Nieren, insbesondere bei chronisch entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Diese Heilquelle gibt ein eisenhaltiges Wasser ab.

Die verschiedenen natürlichen Mineralstoffe und der geringe Kohlendioxidgehalt verleihen der Reinhardsquelle ihren milden, angenehmen Geschmack. Die Anwendung dieses Heilwassers bei Trinkkuren in der Wandelhalle Reinhardshausen bezieht sich auf Erkrankungen der Nieren und zur unterstützenden Behandlung bei chronischen Harnwegsinfekten. Die Reinhardsquelle ist besonders natriumarm.

Mit der Bad Wildunger Naturquelle wird in der Wandelhalle Reinhardshausen ein an Magnesium und Calcium reiches Heilwasser angeboten, das insbesondere für Frauen, Sportler und im Wachstumsalter zu empfehlen ist. Nach ihrer Zulassung trägt die Naturquelle auch zur Anregung der Verdauungsfunktion bei. Der hohe Calciumgehalt kann bei der Calciumversorgung einen erheblichen Beitrag leisten. Der Reichtum an Magnesium, Calcium und ein sehr niedriger Natriumgehalt lassen erwarten, dass dieses neue Heilwasser seine Zielgruppen mit Sicherheit schnell erreichen wird.

Alle vier Wildunger Heilwässer bewirken eine erhebliche Anregung der Harnausscheidung, die zum Spontanabgang von kleinen Harnsteinen und Harngrieß führen kann. Die Wandelhallen in den ausgedehnten und reizvollen Kurparkanlagen der beiden Schwester-Heilbäder werden dreimal am Tag für Trinkkuranwendungen geöffnet. Zur Unterhaltung und kulturellen Erbauung spielt in den Heilbädern regelmäßig vor traumhaft schöner Kulisse vor- und/oder nachmittags das Ensemble des Kurorchesters.

In der Bad Wildunger Wandelhalle wird das Thema „Wasser“ übrigens ebenso spannend wie unterhaltsam völlig neu inszeniert.

Nach oben

 
Seite hinzufügen
Seite merken
'Bad Wildungen'
 
Keine Inhalte in der Sammlung.
 Herzlich willkommen in der Erlebnisregion Edersee!
Deutsch
Nederlands
English