Gudensberg

Am Fuße eines urzeitlichen Vulkankegels drängen sich die Fachwerkhäuser um den historischen Marktplatz, der von der frühgotischen Stadtkirche St. Margarethen überragt wird. Oben auf dem Schlossberg thront die Ruine der Obernburg, die weithin sichtbar diesen markanten Berg der nordhessischen Basaltkuppen-Landschaft bestimmt. Das Gudensberger „G“, eine große Holzskulptur auf dem Bergplateau, ist Teil des „Ars Natura“, eines überregionalen Kunstwanderweges, der mit einer Extrarunde Gudensberg erschließt.

Die Stadt war über Jahrhunderte der Sitz hessischer Gaugrafen und eine der wichtigsten Gerichtsstätten im Hessenland. Am Alten Friedhof, wo noch die mittelalterliche Stadtbefestigung aufragt, wurde 2011 eine Skulptur eingeweiht, die an die Stürmung der Stadtmauer im 14. Jahrhundert erinnert.
Bei Führungen wird der Gefangenenturm geöffnet, der letzte erhaltene Turm der historischen Stadtbefestigung. Dabei gibt es im „Käsekeller“ auch einen Einblick in die Gudensberger Unterwelt – einem System von Kellern und unterirdischen Gängen. Heute sind nur noch die früher als Eislager und zur Käseproduktion genutzten Räume und einige schön restaurierte private Gewölbekeller zugänglich. Sie werden am zweiten Septemberwochenende für die Gudensberger Kellerkonzerte geöffnet und gehören zum anspruchsvollen Kleinkunstangebot, mit dem sich die Stadt zum kulturellen Zentrum des Chattengaus entwickelt hat.

Während die Fachwerkgassen, das Siechenhaus und die Hospitalskapelle zu den historischen Sehenswürdigkeiten zählen, ist die 2010 eröffnete Freilichtbühne mit ihrem breit gefächerten Kulturprogramm die neue Attraktion von Gudensberg. Besonders stolz ist die Stadt auf die Bronzeskulpturen der renommierten Künstlerin Carin Grudda, die heute in Ligurien lebt und für ihre Heimatstadt Kunstwerke wie „Die große Frau“ und den Brunnen „Die blaue Blume“ geschaffen hat.

Mehr Infos:  www.gudensberg.de