"Hessens schönster Garten" - Grünes Netzwerk

Bad Wildungen ist die Stadt der Gesundheit und zugleich die grüne Stadt der Parks und Gärten.
Nicht zuletzt deshalb der Kurort vor einigen Jahren ideale Gastgeberstadt der Hessischen Landesgartenschau. Das stadtnahe reizvolle Gartenschaugelände bildet heute zusammen mit den zahlreichen gepflegten Parks unterschiedlicher Charaktere rund um die 20 Heilquellen ein einzigartiges grünes Netzwerk, eben „Hessens schönsten Garten“.
Bad Wildungen und Reinhardshausen sind stolz auf ihre Kurpark-Anlagen. Sie zeigen sie gern bei Gästeführungen (regelmäßig oder speziell gebucht) mit fachkundigen Erläuterungen. Dabei wird stets auch eine kostenlose Heilwasserprobe angeboten.

Kurparks in Bad Wildungen

Zauberhafte Kulisse: Wandelhalle im Kurpark beim Lichterfest

Kurpark als Englischer Garten
Als Mittelpunkt und Herz des Bad Wildunger Kurbereiches gilt der waldumsäumte historische Kurpark an der Georg-Viktor-Quelle, der um 1850 im englischen Stil angelegt wurde. Vor weit über hundert Jahren – mit Beratung durch Fürst Pückler-Muskau - im englischen Stil angelegt, verwöhnt dieser Park mit seiner farbenprächtigen Blütenfülle, seltenen Pflanzen und seinen eindrucksvollen Exoten (z.B. ein gewaltiger Mammutbaum, der Taschentuchbaum etc.) und seinen schattigen Alleen. Da sind die Kaukasische Flügelnuss, die chinesische Großblattpappel und der Ginkgobaum ebenso zu entdecken wie die Coloradotanne. Alle Wege führen - vorbei an Musikpavillons und dem als Treffpunkt beliebten Quellen-Café - zu der imposanten Wandelhalle.

Wandelhalle
Das jetzige Gebäude wurde 1928 anstelle einer früheren gußeisernen Wandelhalle (von 1890) errichtet und wird ganzjährig als Trink- und Konzerthalle, aber auch für bedeutende kulturelle Zwecke genutzt. Das altehrwürdige Gebäude wurde grundlegend saniert und renoviert. Heute sind dort das sehenswerte Quellenmuseum, ein Café, eine kleine Ladenstraße und der Quellendom mit seiner einzigartigen Inszenierung der heilkräftigen Wildunger Quellen untergebracht. Daneben ist vor allem die riesige, beständig fließende „Wasserwand“ im Foyer ein echter Hingucker und ein beliebtes Fotomotiv. Außerdem hat die Wandelhalle seit 2009 wieder ihre frühere Funktion als repräsentativer Veranstaltungs- und Tagungsort sowie für thematische Ausstellungen übernommen. Die „Halle im Wandel“ beherbergt damit endlich wieder neues, pulsierendes Leben. Regelmäßig finden hier auch regionale Veranstaltungen, beispielsweise ein eindrucksvoller Gartenmarkt (8. und 9. Mai 2010) oder eine stets außergewöhnlich gut besuchte Regionale Direktvermarktermesse (3. Oktober) statt.

Kunst im Park
An zahlreichen Stellen im Park finden sich bemerkenswerte künstlerische Arbeiten (Plastiken und Figuren). Zu den belebenden Elementen gehören auch die zahlreichen Brunnen mit ihren Fontänen und der malerische Fackelteich im unteren Parkgebiet vor dem Badehotel. Täglich finden in der aufwändig renovierten Wandelhalle, bei gutem Wetter auch in den beiden Musikmuscheln, Konzerte statt. Ein Glanzlicht für die ganze Region ist stets das „Festival der 15.000 Lichter“ samstags am zweiten Augustwochenende. Dann zieht das zauberhafte Lichterfest  mit einem hochklassigen Musikprogramm an drei Bühnen und Programm zum Tanzen und Träumen und der stimmungsvollen Kurparkbeleuchtung Tausende von Menschen in seinen Bann.Unmittelbar an das Parkgelände grenzen von der Dr.-Marc-Straße rechts das Maritim Badehotel, links der „Fürstenhofes“ mit seinen markanten Türmchen, an. Mit dem Bau des einstigen First-class-Hotels begann der Privatmann Simon Heinrich Goecke 1902. Immerhin verfügten die Gästezimmer schon damals über fließendes Wasser, das zunächst auf das Dach gepumpt und von da in die Hausleitungen eingespeist wurde. Das prachtvolle Bauwerk ist übrigens das größte Jugendstilgebäude nördlich der Alpen. 1958 wurde es zu einem Sanatorium umfunktioniert und beherbergt seit 1982 eine moderne Fachklinik für die Rehabilitation nach Herzoperationen.

Kurpark an der Helenenquelle
In einem wild-malerischen Seitental unterhalb des Golfplatzes befindet sich der kleine Kurpark an der Helenenquelle, dessen Kulisse die schützend steil emporragenden bewaldeten Hänge des Sonderrains sind. Hier entspringt die Helenenquelle und wird zu Trink- und Badegebrauch in verschiedenen Kliniken sowie in den Quellendom der Wandelhalle geleitet. Von hier aus nimmt auch der weltweite Versand der Heilquellen seinen Ausgang. Tausendjährige Königsquelle zu neuem Glanz erstrahltNicht weniger idyllisch liegt der kleine, etwas verträumt anmutende Kurpark an der Königsquelle mit seinem markanten Quellpavillon im Jugendstil. Die Quelle gilt als die älteste der Region (bereits vor über 2400 Jahren genutzt); und doch wurde sie erst 1869 von einem Wildunger Arzt wiederentdeckt. Hier, am Fuße des Bergkegels, auf dem Schloss Friedrichstein thront, finden im Sommerhalbjahr Parkführungen, Märchenwanderungen oder Lesungen vor traumhafter Kulisse statt. Dieser reizvolle Park-Auenbereich wurde als eine der zentralen Flächen der Landesgartenschau 2006 nachhaltig mit renaturierter Auenlandschaft der Wilde, Wechselflor und dem beliebten Aqua Choros aufgewertet.

 

Kurpark Reinhardshausen

Junges Heilbad, bedeutendes Reha-Zentrum
Erst 1894 wurde die Reinhardsquelle von dem weitsichtigen Unternehmer Gustav Görner entdeckt. Fortan nahm das junge Heilbad Reinhardshausen, einst ein kleines Bauerndorf, einen raschen Aufschwung.

Der Kurpark im Wildunger Kur-Stadtteil Reinhardshausen hat einen spürbar anderen Charakter als die traditionsreichen Bad Wildunger Parkanlagen. Deutlich naturnäher, offener und dennoch gepflegt und mit seinen alten Baumriesen und dem wunderschönen Schwanenteich idyllisch anmutend, lädt Reinhardshausen seine Gäste zu ausgedehnten Spaziergängen auf lichtdurchfluteten Alleen, zum Verweilen am Schwanenteich oder auch zum Beobachten der exotischen Flamingos ein.

Nahezu unmerklich geht der Park auf der einen Seite in den bewaldeten Homberghang (518 m ü. NN) oder den Hahnberg über, auf der anderen Seite schließt sich über die Kurparkverbindung der durchgängig barrierefreie und beleuchtete Fußweg nach Bad Wildungen an.

In der Wandelhalle mitten im Reinhardshäuser Kurpark trinkt man bis heute flanierend die wertvolle Reinhardsquelle und die schmackhafte Naturquelle und lauscht dabei den Klängen des Kurorchesters. Beide Heilwässer werden auch in Flaschen verfüllt und in ganz Europa vertrieben. Das Wasser der neuen Tempelquelle wird unter anderem für Bäder genutzt. Man kann sogar, in den Schwimm- und Therapiebecken der „Quellen Therme“, in mineralisiertem Heilwasser schwimmen. Ein einzigartig wohltuendes Erlebnis, das Körper und Geist belebt.

Europas kleinster Kurpark liegt in Reitzenhagen
Doch es muss nicht immer groß und bedeutend sein: Ein ganz anderer Superlativ findet sich im Bad Wildunger Stadtteil Reitzenhagen – hier kann man Europas kleinsten Kurpark erleben. Eine der schmackhaftesten und bekömmlichsten Wildunger Heilquellen entspringt hier im romantischen engen Wildetal. Vor der beeindruckenden Fels-Kulisse der schroffen Bilsteinklippen entstand an der gleichnamigen Quelle (Bilsteinquelle) oder im Volksmund auch „Molkenstoffel“ genannt, durch beispielhaftes Engagement des Bürgervereins ein neues Quellhäuschen mit einem klitzekleinen Park.
Gäste und Einheimische kommen gern hierher, um das kostbare Wasser zu trinken oder auch in Flaschen abzufüllen und mit nach Hause zu nehmen.

Grüne Brücke - Die Kurparkverbindung

Grüne Brücke – Die Kurparkverbindung
Ende der 1990er Jahre wurde das seinerzeit bedeutendste hessische Modellprojekt für einen "sanfteren Tourismus" abgeschlossen: Die traditionsreichen Kurparks in Bad Wildungen und im benachbarten Schwesterheilbad Reinhardshausen wurden durch eine naturnahe "grüne Brücke" mit neuen gäste- und ökologisch orientierten Inhalten versehen und zu einem einzigartigen Groß-Kurpark zusammengefasst, der schon damals mit einer Fläche von 50 Hektar als der größte Kurpark Europas gelten konnte.

Für die geschickt gestaltete "Grüne Brücke" wurden 1998 annähernd 6 km Spazier-, Wander- oder Terrainkurwege neu gebaut bzw. instandgesetzt. Gleichzeitig wurde eine direkte Verbindung zwischen den beiden Wandelhallen an der Georg-Viktorquelle und an der Reinhardsquelle geschaffen. Diese ca. 1,3 km lange Hauptverbindung ist befestigt, für Rollstuhlfahrer bestens geeignet und abends beleuchtet. Der Gast und Spaziergänger findet mehr als 50 verschiedene Sitz- und Aufenthaltsbereiche sowie eine großzügig angelegte Aussichtsbastion vor.

Drei neue Teiche wurden angelegt und am Bad Wildunger Bornebach umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt. Äcker wurden auf einer Fläche von 5,6 ha in extensiv gepflegte artenreiche Wiesen- und neue Streuobstflächen umgewandelt.

Die neu eingerichteten Waldzimmer, Sommer- und Winterwege, Tafeln mit Informationen über Fauna und Flora und eine mit 12 verschiedenen heimischen Laubholzarten aufgeforstete Wiese rundeten das EU-geförderte Modellprojekt sinnvoll ab.

In der Kurparkverbindung wurden vier weitere Terrainkurwege ausgeschildert, die - angepasst an die individuelle Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit der Patienten - eine gezielt dosierte Nutzung und Belastung ermöglichen. Darüber hinaus stehen dem Ausdauersportler unterschiedlich lange Laufstrecken (2.000, 3.000 und 5.000 m) zur Verfügung.

 

 

Ehemaliges Landesgartenschau-Gelände

Gartenschaugelände „adelt“ Europas größten Kurpark
Im Jahre 2006 erfolgt dann der zweite wichtige „Lückenschluss“ im grünen Netzwerk der Kur- und Gesundheitsstadt, als im Zuge der 3. Hessischen Landesgartenschau ein gut 18 ha großes stadtnahes Areal zwischen dem idyllischen Park an der Königsquelle unterhalb des Schlossberges im Osten und dem historischen Bad Wildunger Kurpark im Westen umgestaltet und dauerhaft aufgewertet wurde. Nachhaltigkeit und nicht etwa Kurzlebigkeit für ein Jahr war dabei ein wichtiger Gedanke.

In der Sport- und Spielaue befindet sich ein Reha-Garten, den das örtliche wissenschaftliche Institut für Rehabilitation und Balneologie im Zuge der Landesgartenschau als natürlichen Behandlungsraum realisiert hat; ein „Grünes Klassenzimmer“ und viele Geräte, die Jung und Alt zum Spiel einladen. Weiterer Höhepunkt die „Goldenen Gärten“: Pflanzen und Beläge verursachen bei Berührung Geräusche, im gefühlvollen Garten wurde alles auf den Tastsinn ausgerichtet. Neugierig machen das „Kabinett der Wollust“ und der unterirdische Garten. Die Kabinett- und Erfolgsgärten sprechen alle menschlichen Sinne an.

So ist nun ein überaus reizvolles, insgesamt fast 70 ha großes Naherholungsgebiet mit Teilen ganz unterschiedlicher Charaktere und mit bleibenden Einrichtungen von großem Wert für Gäste und Einheimische entstanden. Ein ausgedehnter barrierefreier Bürger- und Gästepark, mal traditionell, mal naturnah, mal nach modernsten garten- und landschaftsbaulichen Aspekten gestaltet, der oft Schauplatz attraktiver Veranstaltungen ist und zu jeder Jahreszeit einen Ausflug lohnt.

Im Zuge der Gartenschau konnten in diesem Umfeld auch schwierige Projekte der Stadtentwicklung bewältigt werden. Bis dahin schlummernde Winkel wurden wach geküsst und stellen heute eine nachhaltige Aufwertung der touristischen Infrastruktur dar.

Von dem Schmuckstück „Quellpavillon an der Königsquelle“, dem besonders bei Familien beliebten „Aqua Choros“ über die Spielaue im Bornebachtal und die „Gärten der Sinne“ bis hinauf zu den „Goldenen Gärten“ an der imposanten „Sonnentreppe“ faszinieren bleibende Einrichtungen die kleinen und großen Besucher. Das ermöglicht neue Aktionen und Angebote im Bereich Gesundheit, Familiensport und -spiel sowie für Festivals mit neuem Ambiente. So zum Beispiel das alljährliche Frühlingsfestival „Hessens schönster Garten blüht auf“ (Mai bis Juni).

Im Jahr 2006 waren übrigens mehr als 440.000 Besucher im Gartenschaugelände zu Gast, und auch heute noch nutzen - sobald das Wetter günstig ist - an nahezu jedem Wochenende Scharen von Spaziergängern diese wunderbare grün-bunte Oase der Erholung.

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